Gender Diversity

Am 28. Januar 2015 präsentierten der ARF/FDS zusammen mit FOCAL an den Solothurner Filmtagen die ersten Zahlen zur Schweizer Filmförderung nach Gender an einer sehr gut besuchten Branchenveranstaltung. Die in kürzester Zeit erstellte quantitative Studie zur Förderung des Langfilms (Dokumentar und Fiktion) nach Gender zeigte, dass Projekte von Urheberinnen bei der Förderung von Kinofilmen deutlich schlechtere Chancen haben als jene ihrer männlichen Kollegen. Die Präsentation kann auch angehört werden:

Teil 1, Einführung und Zahlen
Teil 2, Diskussion

Am 27. Januar 2016 erschienen die Ergebnisse der Studie in gedruckter Form im Rahmen der FOCAL-Veranstaltung „Gender Equality Tools for the Swiss Film Industry“ an den Solothurner Filmtagen.

Seit Juli 2016 erstmals Gender-Diversity-Bestimmungen in der nationalen Filmförderung!
Im Rahmen der Vernehmlassung zur FiFV/FiFK 2016 – 2020 setzten wir uns für die Aufnahme des Gender-Themas in die reguläre Förderungsarbeit des BAK ein und sind überaus erfreut, dass die Sektion Film unsere Anregungen aufgenommen hat. Erstmals in der Geschichte der Schweizer Filmförderung wurden explizite Gender-Diversity-Bestimmungen verankert – und dies nicht nur für die Entwicklung und Herstellung, sondern auch für die Postproduktion und die Weiterbildung! Diese Neuerung ist seit dem 1. Juli 2016 in Kraft und entspricht einem Meilenstein auf dem Weg zu mehr Gendergerechtigkeit. Die Übersicht der neuen Gender-Diversity-Artikel ist hier zu finden.

Umfassendere und kontinuierliche Datenerhebung bei allen Förderinstitutionen
Wir haben immer wieder betont, dass es von nun an eine kontinuierliche und umfassendere Erhebung der Filmförderung nach Gender benötige, um ein Gesamtbild zu erhalten und die Wirkung von Massnahmen verfolgen zu können. Die Gender-Equality-Arbeitsgruppe von Cinésuisse, die im Januar 2016 ins Leben gerufen wurde, hat sich der Aufgabe angenommen, eine Vorlage dafür zu entwickeln.

Die neue erweiterte Gender-Erhebung orientiert sich an internationalen Studien und umfasst weitere wichtige Kriterien. Einerseits wird auch die Crew nach Gender und Einkommen erfasst, andererseits ebenso die 5 wichtigsten Rollen beim Spielfilm respektive ProtagonistInnen im Dokumentarfilm. Damit können weitere wichtige Erkenntnisse zu den geförderten Filmen unter dem Gender-Blickwinkel gewonnen werden. Gegen Ende 2016 wurde die Vorlage allen Filmförderinstitutionen vorgestellt – und im Grundsatz stimmten alle überein, dabei mitzumachen. Ein weiterer Meilenstein! 2017 soll die Umsetzung beginnen.

Swiss Women’s Audiovisual Network SWAN
Zu Beginn 2016 wurde das Swiss Women’s Audiovisual Network SWAN gegründet, das vom ARF/FDS massgeblich unterstützt wird. Es handelt sich um ein Facebook-Netzwerk, über das Frauen aus der Filmbranche sich kennenlernen und Informationen austauschen können. Auf der Seite werden internationale Zeitungsartikel zum Thema Frauen und Film, Stellenangebote und Veranstaltungshinweise gepostet: www.facebook.com/groups/1631927177092391/

SWAN organisierte aber auch am internationalen Filmfestival in Locarno einen sonntäglichen Vernetzungsbrunch. In einer freudigen Stimmung trafen sich über 120 Personen, die grosse Mehrheit davon Frauen, um sich über die Fortschritte bezüglich der Genderfrage in der Schweizer Filmförderung zu informieren und Kontakte zu knüpfen. Statements von Teilnehmenden sind zu finden unter:

 

 

 


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  • Verband Filmregie und Drehbuch Schweiz
    Association suisse des scénaristes et réalisateurs de films
    Associazione regia e sceneggiatura di film
    Associaziun svizra reschia e scenari da film
    Swiss filmmakers Association